Geschichte der Evangelischen Kirche in Drensteinfurt
Zwischen der katholischen Pfarrkirche St. Regina und dem Bahnhof,
gegenüber der Stadtverwaltung, befindet sich die evangelische
Martinskirche.
Erst
seit 1957 gehört sie zum Bild der Stadt Drensteinfurt. Evangelische
Gottesdienste fanden vor dem Bau der Martinskirche zunächst im
Bahnhofssaal und seit 1935 in der damaligen Schule am Südwall statt, die
später zum Jugendtreff der Stadt umgebaut wurde. Durch größeren Zustrom
evangelischer Christen aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern und anderen
osteuropäischen Gebieten, bedingt durch die Vertreibungen nach dem
Zweiten Weltkrieg, wuchs die evangelische Kirchengemeinde stetig an.
Konnten vor dem Zweiten Weltkrieg ca. 50 Evangelische registriert werden, so
zählte man 1948 mehr als 1000 Protestanten.
Durch das starke Wachstum der Gemeinde, wurde die Schule am Südwall
zu klein und die Gottesdienste fanden seit 1948 in der Notkirche statt,
einer Baracke, die von der Bundesbahn zur Verfügung gestellt und zur
Behelfskirche umfunktioniert wurde. Da der Platz auch in der Notkirche
nicht ausreichte, wurde 1956 nach langen Planungsarbeiten, mit dem Bau
der Martinskirche begonnen. Durch viele Helfertätigkeiten der
Gemeindeglieder konnten die Bauarbeiten zügig vorangehen und der Bau der
Kirche abgeschlossen werden. Am 30. Juni 1957 fand die Einweihung statt.
Mit der Wahl des Namens ‚Martinskirche’ bekennt sich die Gemeinde zu den
Grundsätzen Martin von Tours, dessen Leben von Friedensliebe,
Völkerverständigung und sozialem Engagement geprägt war.
Besondere Akzente erhielt die Martinskirche in den sechziger Jahren:
Neue, bleiverglaste Fenster, ein roter Teppich, Paramente in den
liturgischen Farben, Orgel und eine Läutemaschine für die drei Glocken
konnten durch große Spendenbereitschaft der Gemeinde angeschafft werden.
In diese Zeit fiel auch der Bau des Pfarrhauses. Das bisherige Pfarrhaus
wurde zum Küsterhaus umfunktioniert. Bei allen äußerlichen Veränderungen
konnte die Gemeinde in Tradition und Lebendigkeit wachsen. In den nun
folgenden Jahren erweiterte sich das Gemeindeleben, dass mehr Platz
nötig wurde. So entstand 1992 mit Hilfe eines geschickten Architekten ein
Gemeindehaus, das direkt an die Kirche angebaut ist und den Platz des
Küsterhauses einnimmt. Gottesdienstliche Veranstaltungen, sowie die
Vielfalt unseres Gemeindelebens können in dem neuen "Zentrum"
Martinskirche zur selben Zeit stattfinden.
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Pastoren Übersicht
Pastoren, die in Drensteinfurt Dienst taten |
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